Isar 1: Der Protest geht weiter

Bundespolitik

Seit Ende August beteiligen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Verbänden und Parteien aus ganz Niederbayern und dem angrenzenden Oberbayern an der Mahnwache am Kernkraftwerk Isar 1 (KKI 1). Auch beim der letzten Mahnwache am vergangenen Montag trafen sich deutlich mehr als 300 Menschen beim Rathaus in Niederaichbach um gemeinsam vor das KKI 1 zu ziehen und dort friedlich zu demonstrieren. Nachdem letzten Montag der bayerische SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold eine kurze Ansprache hielt, war diesmal der Landesvorsitzende der Grünen in Bayern, Dieter Janecek, an der Reihe.
Auch eine große Abordnung der SPD aus Niederbayern mit der SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Anja König aus Landshut und dem SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier aus Dingolfing-Landau beteiligte sich bestens ausgerüstet an der Mahnwache vor dem Kernkraftwerk.

Die Teilnehmer der Mahnwache wollen auf die Wichtigkeit des Ausstiegs aus der Atomkraft hinweisen, vor allem, weil Isar I als eines der ältesten Atommeiler in Deutschland mit das größte Risikopotential aufweist. Während der Atomausstieg im Konsens mit den Energiekonzernen von der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung ausgehandelt wurde, wird dieser einfach von Schwarz-Gelb vom Tisch gewischt, aber gleichzeitig besteht Schwarz-Gelb mit Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer bei „Stuttgart 21“ darauf, dass bestehende Verträge einzuhalten sind, im Zweifel auch gegen die Bürger. Diese Ungleichbehandlung darf man sich nicht gefallen lassen.
Schwarz-gelb wird sich noch über das Durchhaltevermögen Atomkraftgegner wundern, so die Teilnehmer der Mahnwache. Es sei sehr wichtig der Regierung zu zeigen, dass die Förderung einer kleinen Atomlobby nicht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger gemacht werden könne. Es wird immer mit dem Argument gearbeitet, dass 30.000 ArbeitnehmerInnen ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Dabei wird gänzlich verschwiegen, dass durch einen weiteren Ausbaue der erneuerbaren Energien, denen die Zukunft gehört, jährlich 30.000 Arbeitsplätze zusätzlich zu den bereits entstandenen zigtausenden geschaffen werden können. Diese Rechnung mit Arbeitsplatzverlust geht nicht auf.
Die engagierten Bürgerinnen und Bürger werden sich weiterhin immer zahlreicher jeden Montag um 18.00 Uhr am Niederaichbacher Rathaus treffen, um für das „Ab-schal-ten“ von KKI 1 friedlich zu demonstrieren. Weitere Infos zur Mahnwache gibt es unter „www.mahnwache-isar1.de“ im Internet.

Foto: SPD-Mitglieder aus ganz Niederbayern, darunter die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König (2.v.re.) aus Landshut, der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Bernd Vilsmeier (3.v.re.) und der SPD-Stadt- und Kreisrat Daniel Lang (re.) aus Landau, beteiligten sich zusammen mit mehr als 300 Bürgerinnen und Bürger bei der Mahnwache am Kernkraftwerk Isar 1 in Ohu.

 

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