SPD setzt für Landshut auf Frauenpower

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Die beiden UB Vorsitzenden Harald Unfried (Mitte) und Herbert Lohmeyer gratulieren Ruth Müller (links) und Anja König

Ruth Müller und Anja König für Landtags- und Bezirkstagswahl vorgeschlagen.

Am Schluss herrschte zwischen Stadt und Land große Harmonie: In der
letzten Sitzung des SPD-Unterbezirks Landshut erhielten die beiden
Vorsitzenden der SPD aus Stadt und Landkreis Landshut, Anja König und
Ruth Müller einstimmige Voten.

Vorsitzender Herbert Lohmeyer hatte die beiden engagierten SPD-Frauen als Kandidatinnen für die Landtags- und Bezirkstagswahl 2013 vorgeschlagen. Vorausgegangen waren in den letzten Wochen viele Gespräche in den anderen Gremien, wie Kreisvorstand, Stadtvorstand und Kreistagsfraktion. In allen Gliederungen herrschte Einigkeit darüber, dass die beiden Frauen, die seit Jahren die wichtigen SPD-Gremien in Stadt und Landkreis Landshut leiten, kandidieren sollen.

Bundestagskandidat Harald Unfried betonte, dass man gemeinsam für die
Positionen der SPD werben wolle, da die drei Wahlen für den Bundestag,
den Landtag und den Bezirkstag in enger zeitlicher Abfolge im Herbst
2013 stattfinden werden. Zusammen wolle man mit den Spitzenkandidaten
Peer Steinbrück und Christian Ude gute Ergebnisse erzielen.

Ruth Müller habe in den letzten Jahren bewiesen, dass sie eine
Teamspielerin sei. Die verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe
der Fraktionsvorsitzenden im Landshuter Kreistag habe sie zeitgleich mit
der Führung des SPD-Kreisverbands gemanagt. Und so der Landkreis-SPD auf vielen Ebenen ein Gesicht gegeben. Seit über vier Jahren sei sie zudem die stellvertretende Sprecherin des von ihr mitbegründeten
SPD-Arbeitskreises Labertal, der sich über 15 Ortsvereine und fünf
Landkreise erstrecke. Die von ihr mit initiierten zahlreichen Aktionen
gegen Rechtsextremismus habe die SPD bundesweit im vergangenen Jahr mit
dem „Wilhelm-Dröscher-Preis“ beim Parteitag in Berlin gewürdigt. Dass
die verheiratete 45jährige Kreis- und Gemeinderätin aber auch im
gesellschaftlichen Leben verankert sei, könne man auch an ihren
verschiedenen Vereinszugehörigkeiten erkennen. Ob BRK, Bund Naturschutz,
Kolping oder AWO – in vielen Vereinen sei sie dabei. Im Freundeskreis
Landshut-Nowosibirsk wirkt die SPD-Politikerin auch auf internationaler
Ebene – als Schriftführerin sei sie zuständig für die
Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. In ihrer Heimatgemeinde Pfeffenhausen
ist sie Gründungsmitglied des Partnerschaftsvereins und habe dafür 2008
auch die bundesweite Auszeichnung des „DEMO-Kommunalfuchses“ erhalten.

Bei den Kirchenvorstandswahlen der evangelischen Christen im Oktober sei
die Pfeffenhausenerin wieder gewählt worden. „Mir war es immer wichtig,
neben Kindererziehung und Beruf auch politisch und ehrenamtlich tätig zu
sein“, so Ruth Müller in der Vorstandssitzung. Nur so könne man die
Balance halten und erfahre die Sorgen und Nöte der Menschen in ihrem
täglichen Umfeld. Und nur so könne man dann auch die Interessen der
Bevölkerung in den politischen Gremien glaubwürdig vertreten. Politisch
habe sie schon viele Erfahrungen sammeln können, ihre erste
Kreistagskandidatur habe sie bereits mit 22 Jahren gestemmt und sei nun
bereits seit 16 Jahren in diesem Parlament vertreten. „Nach dieser
soliden Grundausbildung freue ich mich auf die Herausforderung der
Landtagskandidatur.“ Unsere Region braucht eine Vertreterin im Landtag,
die für Stadt und Landkreis tätig ist, gaben ihr die SPD-Mitglieder als
Auftrag mit.

Die Vorsitzende der Landshuter SPD, Anja König, wird für die
Direktkandidatur des Bezirkstages vorgeschlagen. Die 42-Jährige habe
sich seit ihrem Eintritt in die SPD als Quereinsteigerin vor acht Jahren
ununterbrochen engagiert, hieß es von Seiten des Unterbezirksvorstandes.
Über den Vorstand im Ortsverein Wolfgang/Bayerwald hinaus habe sie sich
zwischenzeitlich im Vorstand des Stadtverbandes, des Unterbezirkes
Landshut bis hin im Bezirksvorstand Niederbayern immer für die
Grundwerte der Sozialdemokratie eingesetzt. Durch ihre über 21 jährige
berufliche Tätigkeit und nunmehr seit fünf Jahren als Leiterin der
Betriebskrankenkasse VBU für die Regionen Landshut und Straubing erfahre
sie täglich was es heißt nach jahrzehntelanger Arbeit mit einer
Niedrigrente auszukommen. Deshalb liege ihr besonders ein gesetzlicher
und flächendeckender Mindestlohn und eine lebensstandardsichernde Rente
wie auch eine für alle zugängliche gute und zeitgemäße
Gesundheitsversorgung am Herzen.

Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder sei auch überparteilich auf
kommunaler Ebene sehr aktiv und setze sich so für das Gemeinwohl ein.
Als Sprecherin der Arbeitsgruppe „Erziehung, Bildung und Gesellschaft“
der lokalen Agenda 21, im Vorstand des Vereins Bund Berliner – Freunde
Berlins e.V. und in der Arbeitsgruppe „Verkehr“ der sozialen Stadt
Nikola bringe sie ihre sozialen Kompetenzen ein. Die Unterstützung von
gemeinnützigen Vereinen vor Ort wie zum Beispiel die Arbeiterwohlfahrt,
die FALA oder Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. seien eine
Selbstverständlichkeit wie auch die aktive Mitarbeit und Unterstützung
des Bündnisses für Atomausstieg und des Bündnisses für bezahlbares
Wohnen in Landshut. „Meine Wahlheimat Landshut und ganz Niederbayern
sind mir in den vergangenen 17 Jahren sehr ans Herz gewachsen. Ich
könnte mir keine andere Heimat mehr vorstellen. Es ist mir ein Bedürfnis
dies mit einer Kandidatur für den Bezirkstag zu bestätigen, um mich noch
mehr für unsere Region einsetzen zu können.“ erwiderte König auf die
Frage ob sie für eine Kandidatur zur Verfügung stünde.

Die Stimmkreiskonferenz erhofft sich von diesen Personalentscheidungen,
die am Samstag, 26. Januar um 14.00 Uhr im Bürgersaal Rottenburg
offiziell bestätigt werden sollen, einen positiven Schub für die
wichtigen Wahlen im Herbst nächsten Jahres.

 
 

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25.07.2016: Montag 19.30 Uhr  UB-Konferenz mit Neuwahlen, Gasthof Zur Kraxn, Ergolding / Landshut.


 

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