Bauernopfer sind nicht akzeptabel

Bundespolitik

Niederbayerische SPD kann Haltung der Unionsparteien beim Milchstreit nicht nachvollziehen

Wieder einmal klaffen Wunsch und Realität weit auseinander, stellt die niederbayerische SPD-Vorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer angesichts des Milchbäuerinnen-Protests in Berlin fest. Die Bäuerinnen kämpfen mit dem Mut der Verzweiflung in Berlin für den Erhalt ihrer Höfe und der Existenz für ihre Familien, doch Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich nicht blicken. Scheinbar ist der Einfluss der CSU in Berlin mittlerweile so gering, anders könne man es sich nicht erklären, warum eine Bundeskanzlerin nicht in der Lage ist, auf Frauen zuzugehen und den Dialog zu suchen.
Und weil nun kurz vor der Europawahl die bayerischen Bauern der CSU in Scharen davonlaufen, versucht der CSU-Vorsitzende Wahlgeschenke zu verteilen.

Die von der CSU vorgeschlagene einmalige Milchkuhprämie von 25 Euro je Kuh ist eine typische „Milchmädchen-vor-der-Wahl-Rechnung“ der CSU an angesichts der immensen wirtschaftlichen Probleme der Milchbauern. Bei einer derzeit üblichen Durchschnittsleistung von 6.700 Litern jährlich bedeutet diese staatliche Hilfe durchschnittlich 0,37 CENT je Liter Milch. Sich da hinzustellen und den Menschen vorzumachen, den Milchbauern Hilfe zu leisten ist lächerlich, macht Johanna Werner-Muggendorfer deutlich. Bei einem Betrieb mit 25 Kühen macht diese Einmalzahlung für einen Landwirt 625 Euro aus – angesichts des Preisverfalls von derzeit unter 0,25 Euro je Liter Milch kann man hier nicht wirklich von Hilfe sprechen. Letztendlich habe die Bundeslandwirtschaftsministerin der CSU, Ilse Aigner in Brüssel der europaweiten Milchquotenerhöhung zugestimmt, was die Milchbauern in den Ruin treibt. Auch die 5prozentige Erhöhung der Milchquote in Italien, mit dem wichtigsten Exportmarkt Bayerns, geht allein auf Kosten der CSU. Auch hier können sich die Milchbauern bei der CSU bedanken. Ausserdem werde nun wieder längst Bekanntes beantragt, wie zum Beispiel die Direktzahlungen der EU an die Landwirte um ein halbes Jahr vorzuziehen und damit die Liquidität der Landwirte zu stärken. Doch das sei weder neu noch gut. Die zuständige EU-Kommissarin Fischer-Boel hat diese Möglichkeit bereits geprüft und gesagt, dass ein Vorziehen aus haushaltsrechtlichen Gründen bestenfalls um zweieinhalb Monate möglich sei. Damit würden wissentlich falsche Hoffnungen geweckt, so Muggendorfer. Die Milch- und Grünlandbetriebe Niederbayerns brauchen direkte Hilfen aus bayerischen Mitteln und müssen im Hinblick auf eine verbesserte Regionalvermarktung unterstützt werden.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001848424 -

Termine Unterbezirk Landshut

Weitere Termine im Menü Termine SPD Unterbezirk . Informationen bei Theresa Bergwinkl, Tel. 0871-25259 Landshut Unterbezirksgeschäftstelle im AWO Mehrgenerationenhaus, Ludmillastr. 15a. E-mail: Theresa.Bergwinkl@spd.de


25.07.2016: Montag 19.30 Uhr  UB-Konferenz mit Neuwahlen, Gasthof Zur Kraxn, Ergolding / Landshut.


 

Besucherstatistik

Besucher:1848425
Heute:124
Online:1
 

Aktuelle-Artikel

 

Wetter-Online

Schuldenuhr der BayernLB

Informationen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de