„Die Lederhose hat Löcher und auf dem Laptop klebt der Kuckuck“

Bundespolitik

Bezirksvorstand der SPD beim politischen Aschermittwoch in Vilshofen – Gabriel und Pronold konnten begeistern

Videos vom Aschermittwoch finden Sie auf dem YouTube Kanal der BayernSPD.

Keinen Platz gab es mehr im Wolferstetter Keller in Vilshofen beim politischen Aschermittwoch der SPD. Gespannt erwarteten die Genossinnen und Genossen die Reden der Parteivorsitzenden der Bundes-SPD, Sigmar Gabriel, und des Landes, Florian Pronold – und sie wurden nicht enttäuscht. Auch die Mitglieder des Bezirksvorstands mit den beiden stellvertretenden Vorsitzenden MdL Reinhold Perlak und MdL Bernhard Roos der niederbayerischen SPD waren in Vilshofen vertreten.

Florian Pronold ging in seinem Beitrag gleich auf die CSU ein. Vom Versagen bei der BayernLB über die Verzögerungstaktik beim Kauf der Steuersünder-CD bis zum Donauausbau geißelte er die Positionen der CSU. So warf er der selbsternannten „Law-and-Order-Partei“ CSU vor, ihr eigenes Klientel zu schützen, in dem sie Steuerhinterziehung nicht konsequent verfolge. „Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie erkennen! Wer gegen das Atomkraftwerk im tschechischen Temelin mobil macht und gleichzeitig Isar I weiter am Netz lassen möchte , hat kein Rückgrat und verkauft die Bürgerinnen und Bürger für dumm.“

FDP und CDU/CSU wollen den Staat zur Beute machen
„Die Narren geben nach 99 Tagen am Aschermittwoch das Zepter wieder ab – im Gegensatz zur schwarz-gelben Regierung in Berlin“, redete sich Sigmar Gabriel warm. Anschließend brannte er ein Feuerwerk sozialdemokratischer Positionen ab und ließ kein gutes Haar an den Regierungsparteien in München und Berlin. „Die Probleme im Land sind weit ernster als die Regierung darstellt: Die Wirtschaftskrise ist noch nicht vorbei, die Kasinos sind schon wieder eröffnet, die Arbeitslosenzahlen werden steigen, die Menschen, die zu ihrer Arbeit zusätzlich ALG II brauchen um zu überleben werden mehr, die Kommunen sind pleite, die Schulden steigen....“
Sigmar Gabriel beschrieb das ehemals stolze Bayern mit den Worten: „Die Lederhose hat Löcher und auf dem Laptop klebt der Kuckuck“.
Doch der SPD-Parteivorsitzende beschränkte sich nicht auf das Anprangern der anderen, er stellte klar dar, was die SPD als Alternative zu bieten hat: Die Freiheit des Einzelnen und die Verantwortung für andere gehören zum Weltbild der SPD. Gabriel forderte „Sozialen Patriotismus“ von denen ein, denen unser Staat die Chance gegeben hat, erfolgreich zu sein. Als Sozialschmarotzer und Sozialbetrüger bezeichnete er die, die staatliche Leistungen (Bildung, Kultur, Sicherheit) gerne mitnehmen und dann ihr Geld ins Ausland transferieren, weil das Gemeinwesen seinen Anteil an den Zinserträgen haben muss.
Am Rande der Veranstaltung konnten einige Mitglieder des SPD-Bezirksvorstands durch Vermittlung des Vilshofener SPD-Vorsitzenden Florian Gams die Gelegenheit nutzen, noch ein kurzes Gespräch mit dem Parteivorsitzenden zu Sigmar Gabriel zu führen. Er sprach den Genossen und der ganzen Republik Mut zu und forderte sie auf mitzumachen, die SPD wieder zu alter Stärke zu führen und dazu beizutragen, für die Idee der Sozialdemokratie zu werben.

Foto (von rechts): Katja Reitmeier (Jusos Niederbayern), Florian Gams (Vorsitzender Vilshofen), stv. Bezirksvorsitzender MdL Reinhold Perlak, Parteivorsitzender Sigmar Gabriel, Anja König und Ruth Müller (Bezirksvorstand SPD Niederbayern)

 

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