EU-Resolution zur EU-Strategie für den Donauraum

Umwelt & Verkehr

Das Europäische Parlament hat einen Entschluss zur Umsetzung der EU-Strategie für den Donauraum verabschiedet. „Ich begrüße die deutlichen Hinweise auf den Umweltschutz, die Erhaltung des bedeutenden Ökosystems, die Notwendigkeit eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Wachstums sowie das Gebot eines gemeinsamen aufeinander abgestimmten Vorgehens aller an der Donau gelegenen 14 europäischen Ländern,“ erklärt Ismail Ertug MdEP.

„Die Niederbayern leben hier in einer wunderbaren Region im Herzen Europas, in der andere gerne Urlaub machen. Diese Schönheit muss erhalten bleiben“, betonte der niederbayerische SPD-Europaabgeordnete. „Deswegen kämpfe ich gegen einen zerstörerischen Donauausbau mit Staustufen.“ erklärt Ismail Ertug und freut sich über die besondere Betonung des Umweltschutzes in der Entschließung des EU-Parlaments.

So wird mehrfach darauf hingewiesen, dass nicht nur ökonomisches Wachstum, sondern „intelligentes, nachhaltiges und integratives“ sowie „umweltfreundliches Wachstum“ bedeutsam sei. Besonders deutlich wir dies in den Punkten 22, 23 und 24 der Resolution. Die Donaustrategie müsse so gestaltet sein, dass Klimawandel beachtet werde. Außerdem dürfen die Regionen in Mittel- und Südosteuropa mit ihren besonders schützenswerten Ökosystemen nicht gefährdet werden. „Das Europäische Parlament weist insbesondere darauf hin, dass die Artenvielfalt, die Landschaften und die Qualität von Luft und Böden erhalten bleiben muss. Dies steht im klaren Widerspruch zur Ausbauvariante C 2,80,“ erläutert Ertug. Besonders herausgehoben wird dies mit der Forderung nach Verbesserungen des ökologischen Zustands der Donau und Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung. Außerdem betont das EU-Parlament, dass ein guter ökologischer Zustand der Donau eine unabdingbare Voraussetzung für sämtliche menschliche Tätigkeiten entlang des Flusses sei. „Das bedeutet, dass die Donau zwischen Straubing und Vilshofen keinesfalls nach der Variante C 2,80 ausgebaut werden darf. Denn dabei wäre die Vernichtung wertvoller Flora und Fauna bei weitem höher als der zu erreichende Nutzen.“ Wenn die Donau überhaupt ausgebaut werde, dann müsse Ökonomie mit der Ökologie in Einklang gebracht werden. Das Biotop zwischen Straubing und Vilshofen dürfe dabei auf keinen Fall zugunsten wirtschaftlicher Interessen zerstört werden.

Auch wird in der Resolution die Bedeutung des Hochwasserschutzes angesprochen. So heißt es in Punkt 24, dass Maßnahmen zu treffen seien, die Rückhalte- bzw. Überschwemmungsräume erhalten sowie Hochwasser grundsätzlich abmildern. „Dies ist beispielsweise auch für Städte wie Passau wichtig.“ Denn wenn die Überschwemmungsräume wegfallen, wird die Hochwasserwelle beschleunigt und erhöht. Das bedeutet, die Pegelstände steigen schneller an und Hochwasserwellen fließen schneller ab. „Diese Verschlechterung addiert sich zu den bereits eingetretenen Verschärfungen. Das bedeutet für Passau eine massive Bedrohung.“ so Ismail Ertug.

Besonders werden die Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert, dafür zu sorgen, dass EU-Mittel nur für Vorhaben ausgegeben werden, die mit den Umweltrechtsvorschriften der EU vereinbar sind. „Dies widerspricht der Vergabe der Voruntersuchungen an die Rhein-Main-Donau Wasserstraßen GmbH (RMD),“ verdeutlicht Ertug. Die Voruntersuchungen sollten eigentlich ein variantenunabhängiges Gutachten zur Ökologie und Grundwasserstand an der Donau zwischen Straubing und Vilshofen beinhalten. „Die Durchführung durch einen Konzern, der zu 77,5% e.on gehört, wird aber letztlich der Planfeststellung für einen Staustufenausbau, also der Ausbau-Variante 2,80 dienen“, so Ismail Ertug. Die freihändige Vergabe ohne Ausschreibung verstoße in diesem finanziellen Umfang gegen EU-Recht. Außerdem seien Interessenskonflikte zu erwarten.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001900019 -

Termine Unterbezirk Landshut

Weitere Termine im Menü Termine SPD Unterbezirk . Informationen bei Theresa Bergwinkl, Tel. 0871-25259 Landshut Unterbezirksgeschäftstelle im AWO Mehrgenerationenhaus, Ludmillastr. 15a. E-mail: Theresa.Bergwinkl@spd.de


25.07.2016: Montag 19.30 Uhr  UB-Konferenz mit Neuwahlen, Gasthof Zur Kraxn, Ergolding / Landshut.


 

Besucherstatistik

Besucher:1900020
Heute:120
Online:2
 

Aktuelle-Artikel

 

Wetter-Online

Schuldenuhr der BayernLB

Informationen

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de