„Gemeinsam anpacken statt elitär g’schaftln“

Regionalpolitik

Niederbayern SPD will breite öffentliche Diskussion statt einen ostbayerischen Zukunftsrat

Die niederbayerische SPD hält wenig von der öffentlichkeitswirksamen Inszenierung eines ostbayerischen Zukunftsrats als Gegenentwurf zum Zukunftsgremium der Bayerischen Staatsregierung. „Wir müssen endlich gemeinsam anpacken statt elitär g’schaftln“, fordert der stellvertretende SPD-Bezirksvorsitzende und Bürgermeister von Bodenmais, Michael Adam und fragt: „Wie viele hochbezahlte Zukunftsgremien sollen denn noch eingesetzt werden, um die immer gleichen pauschalen Allerweltsforderungen zu erarbeiten, die dann doch wieder in München abgelehnt werden?“

Adam macht deutlich, dass ein niederbayerischer Zukunftsrat, wie von der CSU gefordert, außer medialer Selbstdarstellung wenig bringe. „Wir dürfen nicht wieder in das typische Verhaltensmuster zurückfallen. In Zeiten wie diesen wird immer gerne ein Arbeitskreis gegründet, der die immer gleichen pauschalen Gießkannen-Forderungen erhebt. Pauschal mehr Straßen, mehr Schiene, sprich, mehr Geld für alle.“ Solche Allerweltsforderungen würden dann, wie schon oft in der Vergangenheit, in München gelesen, belächelt und weggeworfen. „Gehör verschaffen wir uns bei der Staatsregierung nur dann, wenn wir selbst aus der Region heraus die Stärken Ostbayerns herausarbeiten, realisierbare Zielsetzungen auf den Tisch legen und hierzu konkrete Maßnahmen einfordern“, ist sich der SPD-Vize sicher. Die Region brauche kein selbsternanntes Expertengremium, sondern eine breite öffentliche Debatte über konkrete Zielsetzungen der Region.

„In München hat man aufgrund der Aufregung um das Zukunftsrats-Gutachten derzeit ein schlechtes Gewissen. Davon kann Ostbayern nun profitieren“, macht Adam deutlich, fügt aber hinzu: „Jedoch nur dann, wenn wir es richtig anstellen.“ Die Region müsse ganz konkret sagen, was sie wolle, und sich in ihren Forderungen auch einig sein. Nach Adams Einschätzung bringe es nichts, die Staatsregierung aus verschiedenen Ecken Ostbayerns wie bisher mit pauschalen Forderungen zu konfrontieren: „Anstatt nur etwa ‚mehr Geld für Infrastruktur‘ zu fordern, müssen wir in München deutlich zeigen, dass wir in Niederbayern ein hohes Potenzial in vielen Bereichen haben. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, brauchen wir die Straße W, die Bahnlinie X und die Hochschuleinrichtung Z.“ Nach Ansicht der niederbayerischen SPD sei es für die Staatsregierung wesentlich schwerer, von der gesamten Region getragene, klar definierte Forderungen abzulehnen, als Forderungen nach bloßer Gießkannenförderung als unfinanzierbar abzutun.

Gemeinsam mit SPD-Landesvorsitzendem Florian Pronold wird die Niederbayern SPD in den kommenden Wochen zunächst Kommunalpolitiker, Unternehmer und Verbände aus ganz Niederbayern bitten, ihre Vorstellungen von konkreten regionalen Zielen darzulegen. Dem folgen sollen eine breite öffentliche Debatte und die Einspeisung der daraus erhaltenen Forderungen in die Landespolitik. Ein erster Schritt dazu ist die am kommenden Samstag in Plattling stattfindende Pressekonferenz der niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten in Plattling mit „10 Punkten für Niederbayern“. Wichtig sei, dass sich alle gesellschaftlichen Akteure in der Region hier zusammenstehen und einig auftreten. „Wir brauchen eine breite Allianz für Aufschwung in Ostbayern. Eine solche Bewegung muss aus der Region selbst herauskommen und kann nicht von einer Expertenkommission von oben herab verord-net werden“, betont Adam.

Foto: Die SPD-Bezirksvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer MdL und Bürgermeister Michael Adam aus Bodenmais wollen eine breite niederbayerische Allianz für den Aufschwung in Ostbayern.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001807807 -

Termine Unterbezirk Landshut

Weitere Termine im Menü Termine SPD Unterbezirk . Informationen bei Theresa Bergwinkl, Tel. 0871-25259 Landshut Unterbezirksgeschäftstelle im AWO Mehrgenerationenhaus, Ludmillastr. 15a. E-mail: Theresa.Bergwinkl@spd.de


25.07.2016: Montag 19.30 Uhr  UB-Konferenz mit Neuwahlen, Gasthof Zur Kraxn, Ergolding / Landshut.


 

Besucherstatistik

Besucher:1807808
Heute:154
Online:1
 

Aktuelle-Artikel

 

Wetter-Online

Schuldenuhr der BayernLB

Informationen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de