Ganz Niederbayern gehört zu Bayern

Landespolitik

Große Teile Niederbayerns dürfen nicht von der zukünftigen Entwicklung in Bayern abgehängt werden, kritisierte der Vorstand der NiederbayernSPD das Gutachten des Zukunftsrates der bayerischen Staatsregierung bei der gestrigen Sitzung, denn ganz Niederbayern gehört zu Bayern. Offenbar hat das Gremium veraltete Schulatlanten benutzt, in denen noch der Eiserne Vorhang, der Europa in der Mitte teilte, und Österreich noch nicht als EU-Mitglied verzeichnet waren. Deshalb müsste man den Zukunftsrat eher als „Historische Kommission“ bezeichnen, der noch nicht gemerkt hat, dass Niederbayern nun nicht nur geografisch, sondern auch politisch wieder im Mittelpunkt Europas liegt, sagte die SPD-Bezirksvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer.

Selbstverständlich orientieren sich die Niederbayern auch zu ihren Nachbarn in Tschechien und Österreich hin, was durch die offenen Grenzen innerhalb der EU jetzt wieder deutlich leichter ist. Auch die NiederbayernSPD weiß, dass es strukturelle Probleme in Ostbayern gibt. Aber das ist noch lange kein Grund, hunderttausende Menschen im östlichen Niederbayern völlig abzuschreiben, nur weil bei den Mitgliedern des Zukunftsrates der Horizont offenbar bei den äußersten Bahnhöfen der Münchener S-Bahn endet. Dies wird den fleißigen, bodenständigen und heimatverbundenen Niederbayern überhaupt nicht gerecht. Viele nehmen täglich stundenlange Wege zur Arbeit in Kauf, um in ihrer Heimat bleiben zu können.

Pauschal ganze Landstriche einfach abzuschreiben, ist eine Bankrotterklärung der Politik der bayerischen Staatsregierung, die den Verfassungsauftrag der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Amtseid geschworen hat. Natürlich müssen die Förderwerkzeuge und -mechanismen immer wieder überprüft und nachjustiert werden, so Werner-Muggendorfer. Voraussetzung dafür sind aber, sorgfältige Analysen der Stärken und Schwächen der Regionen. Dazu gehören Maßnahmen wie zum Ausbau der kommunalen Daseinsvorsorge, wohnortnahe Bildungseinrichtungen und regionale Energieversorgung. Den überregionalen Zentren wie München oder Regensburg müssen auch starke regionale Zentren vor Ort gegenüber stehen, die als Kondensationskerne für eine regionale Entwicklung dienen. Dazu braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur, auch auf der Schiene und eine leistungsfähige Datenautobahn. Dann können die leitungsfähigen Zentren in die Regionen ausstrahlen und dort Leben und Arbeiten ermöglichen. Eine rein betriebswirtschaftliche Analyse wird den Menschen vor Ort in Niederbayern nicht annähernd gerecht und gibt den Wert der Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden überhaupt nicht wieder.

Niederbayern darf nicht abgehängt werden, fordert der Vorstand der NiederbayernSPD, Leben und Arbeiten muss in ganz Niederbayern, mitten in Europa, möglich sein, so wie es der verfassungsgemäße Auftrag der Staatsregierung ist. Alles andere wäre ein Bruch des Amtseides auf die Bayerische Verfassung.

Foto: Die Vorsitzende der Niederbayern-SPD Johanna Werner-Muggendorfer (2. v.li.) aus Kelheim und ihre Stellvertreter (v. li.) Bernhard Roos MdL, Passau, Harald Unfried, Landshut, Reinhold Perlak, Straubing und Michael Adam, Regen wollen eine echte Zukunft für Menschen in ganz Niederbayern.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001900499 -

Termine Unterbezirk Landshut

Weitere Termine im Menü Termine SPD Unterbezirk . Informationen bei Theresa Bergwinkl, Tel. 0871-25259 Landshut Unterbezirksgeschäftstelle im AWO Mehrgenerationenhaus, Ludmillastr. 15a. E-mail: Theresa.Bergwinkl@spd.de


25.07.2016: Montag 19.30 Uhr  UB-Konferenz mit Neuwahlen, Gasthof Zur Kraxn, Ergolding / Landshut.


 

Besucherstatistik

Besucher:1900500
Heute:154
Online:4
 

Aktuelle-Artikel

 

Wetter-Online

Schuldenuhr der BayernLB

Informationen

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de