5240 Straubinger arbeiten für weniger als 8,50 Euro die Stunde

Arbeitsgemeinschaften

SPD-Bundestagskandidatin Johanna Uekermann diskutiert mit Jusos Niederbayern über Arbeitsmarktpolitik

„In Straubing arbeiten derzeit rund 5240 Menschen für einen Niedriglohn und verdienen somit weniger als 8,50 Euro. Wer Vollzeit arbeitet, muss aber davon leben können, deshalb fordern wir den gesetzlichen Mindestlohn und wollen Leiharbeit und Minijobs beschränken“, betonte die SPD-Bundestagskandidatin Johanna Uekermann in Straubing beim vor-Ort-Gespräch mit den Jusos Niederbayern.

Johanna Uekermann lud die Mitglieder des Bezirksvorstandes der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD (Jusos) am Samstag in das Gasthaus Röhrl in der Gäubodenstadt ein, um im Dialog die Themenschwerpunkte für die örtliche Jugendwahlkampagne der Jusos zu setzen. Dabei legte Johanna Uekermann, die selbst als stellvertretende Bundesvorsitzende bei den Jusos aktiv ist, den Fokus auf den Bereich Arbeit und Ausbildung.

„Der Ausbildungsreport für Bayern des Deutschen Gewerkschaftsbundes für das Jahr 2012 zeigt, dass einerseits ein gravierender Mangel in der Qualität der Ausbildung besteht und anderseits nach wie vor nicht ausreichend Betriebe ausbilden“, so Uekermann. In Niederbayern waren Ende Juni noch 1700 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Und trotz des propagierten Fachkräftemangels auf Seiten der Arbeitgeber und entgegen aller Behauptungen landeten im Jahr 2011 bundesweit rund 300.000 Jugendliche im sogenannten Übergangssystem.

Das duale System der Berufsausbildung sei erfolgreich und vorbildlich. Jugendliche wollen sich selbst und anderen beweisen, dass sie auf eigenen Füßen stehen können, so Uekermann weiter. „Ich bin der Überzeugung junge Menschen brauchen Planungssicherheit und einen guten Ausbildungsplatz und keine Maßnahmen oder befristete Jobs. Deshalb wollen wir als SPD die sachgrundlose Befristung abschaffen und ein Recht auf Ausbildung durchsetzen“, so die Bundestagskandidatin abschließend.

 

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